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TheaterEnsemble Komitee Komplett
präsentiert
„Top
Dogs“ von Urs Widmer
Produktion: Komitee Komplett
Regie: Jan-Sandro Berner
Zum Stück:
Das Drama "Top Dogs" welches 1997 veröffentlicht wurde, handelt
von gekündigten
Businessmenschen, die mit Hilfe der New Challenge Company wieder zurück
ins Leben
kommen möchten.
Sie leiden unter ihrer Entlassung und können kaum begreifen, dass nun sie
die Entlassenen
sind. Das Drama zeigt die völlige Entfremdung der Top Dogs von ihrem Beruf,
ihrem
Privatleben, ihrer Umwelt und sich selbst. Keiner der entlassenen Manager schafft
es, nach
seiner Kündigung in ein „normales“ Leben zurückzufinden.
Sie alle sind gefangen in dem
Wahn, nach ihren alten Zielen zu streben: Macht, Einfluss, Ansehen und Geld.
Familienglück
oder Empfinden von Liebe sind für die Charaktere nicht mehr möglich.
Die Top Dogs sind
gefangen im System. Sie klammern sich an das Altgewohnte und lassen sich auf
alle „Spiele“
im Outplacementcenter ein, obwohl diese oftmals entmenschlichend und seltsam
sind.
Zur Inszenierung:
Die Situationen der auftretenden Figuren, ihre marode Gefühlswelt, die
psychischen Probleme
die sie mitbringen, das Scheitern am Zerbrechen ihrer bisherigen Welt, hat große
Allgemeingültigkeit. Es betrifft im Grunde jeden Menschen, in jeder Berufsgruppe,
der viele
Jahre und viel Kraft und Energie in seinen Beruf gesteckt hat, der sich mit
seiner Arbeit
identifiziert und sein Leben danach ausrichtet, und dem von einem auf den anderen
Tag alles
genommen wird. Es kann jeden treffen!
Des Weiteren ist das Besondere und Außergewöhnliche dieser Inszenierung
die Hinzufügung
einer zusätzlichen Figur („die Junge“), die von einer jungen
Darstellerin gespielt wird, und
die die Problematik des älter Werdens und das Verdrängen der Alten
durch die Jungen in der
heutigen Arbeitswelt verdeutlichen soll. Sie übernimmt u. a. „Dressurakte“
die sie mit den
älteren Entlassenen durchführt. Die Alten haben nach der Pfeife der
Jungen zu tanzen. Wer alt
ist fliegt raus. Auch dies sind Themen die heute unsere Arbeitswelt bestimmen.
Der
Jugendwahn, der auch dort nicht mehr Halt macht.
Weitere Aufführungstermine:
So.21.03.2010 um 19.00
Uhr
So.14.11.2010 um 19.00
Uhr
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